New album: NILS WÜLKER & ARNE JANSEN „In Concert“ (out August 30 on Warner Music)

Mehr als die Fortsetzung, eher eine Steigerung: Ihr gefeiertes Duo-Programm „Closer“ brachte Nils Wülker und Arne Jansen nach bald fünf Jahren Zweier-Zusammenarbeit Anfang 2023 erfolgreich an die Spitze der Charts und in einige der schönsten Konzertsäle des Landes. Mit diesem Album zünden sie konsequent die nächste Entwicklungsstufe. „In Concert“ ist dabei auch in der Präzision des Augenblicks und durch die Weite der Klangräume viel mehr als ein weiteres Livealbum: in dreizehn spannenden und gleichzeitig gelösten Konzertmomenten macht dieses, Nils Wülkers vierzehntes, Album, aus der instrumentalen, gekonnt elektronisch unterstützten Reduzierung auf das Zusammenspiel von Trompete und Gitarre ein neues, organisch gewachsenes Kunstwerk.

„Gegenüber unserem Studioalbum ist noch viel mehr Interaktion hinzugekommen“, sagt Nils Wülker, der die Musik für „In Concert“ auch im eigenen Studio gemischt hat. „Es macht uns zunehmend Spaß, die technischen Möglichkeiten auszunutzen, aber mittlerweile sind wir dabei wirklich völlig frei – miteinander und mit der Technik, die uns wie die Instrumente in Fleisch und Blut übergegangen ist.“ Schon der Opener „YaYaYa“, eine instrumentale Version dieser Ballade des australischen Singer/Songwriters RY X, schafft diese besondere, innige Stimmung, die sich durch die gesamten neunundsechzig Minuten des Albums zieht. Es spricht für die beiden Musiker, für die Musik an sich, aber auch für ihr Publikum, dass man die knisternde Live-Atmosphäre eingangs eher spürt als hört. Die Zuhörenden sind euphorisch, aber ruhig, nahezu andächtig und konzentriert, egal ob stehend in der Hamburger Fabrik oder gesetzt im Münchner Prinzregententheater. Mit dem Applaus wird oft bis weit in den Ausklang der letzten Töne abgewartet – anschließend brandet er umso begeisterter auf.

Schon im Rahmen der Live-Auftritte zu „Closer“, das auf Platz #6 der Jahrescharts, Platz #15 der Album- und Platz #1 der Jazzcharts landete, war oft die Rede davon, wie überraschend abwechslungsreich das Duo-Programm auch im Konzert ist. „In Concert“ folgt der Live-Dramaturgie und lässt auf die schwelgerischen Melodien zum Einstand bald das energische „Deep Dive“ folgen, eine Lektion im organischen Verweben von geloopten Rhythmen und der gemeinsamen und gegenseitigen Steigerung der beiden Musiker. Die Spannungsbögen, die dabei auf- und ausgebaut werden, entstehen dabei immer wieder neu – und wirken mit jedem Mal mehr. Wie etwa in einer Interlude von Trent Reznors „Hurt“ zu „Let’s Go Out Tonight“ von The Blue Nile, die auf gefühlvollste und melodischste Art und Weise frei improvisiert ist. Auch hier zeigen sich die Stärken des „großen Melodikers“ (Die Zeit) Wülker: die Motiventwicklung und der melodische Aufbau schaffen viel Platz in den Soli und mehr Raum in der Interaktion.

Die besondere Qualität im Zusammenspiel von Nils Wülker und Arne Jansen, die über acht Alben und weit mehr Jahre gewachsen ist, zeigt sich auch in „Closer“-Versionen dreier Stücke, die zuvor nur in größerer Instrumentierung erschienen sind. Etwa „Wanderlust“, das ursprünglich 2017 auf dem Studioalbum „On“ zu hören war. Die Live-Version eröffnet dem Duo völlig neue Möglichkeiten, die in einem gefühlvollen Frage-Antwort-Spiel von Trompete und Gitarre gipfeln. „Highline“ stammt vom 2020er Bandalbum „Go“. Ursprünglich ein Trompeten-Duo mit Wülkers amerikanischem Kollegen Theo Croker, wird der Song hier zu einem funky Showcase der beiden Musiker, bei dem beide nicht nur zeigen, was sie können, sondern vor allem, wie elegant und eng sie ihre musikalischen Ideen miteinander verweben. Zum Ausklang spielen sie die schwebend glitzernde Ballade „Rays Of Winter Sun“, die bisher nur digital im Rahmen einer im letzten Winter erschienenen EP veröffentlicht wurde. Ein kraftvolles, in sich ruhendes Finale dieses Livealbums und ein eindrucksvolles Statement der kombinierten Entwicklung dieses hochkarätigen Duos.

  1. YaYaYa(Ry Mitchell Cuming)
  2. The Great He-Goat(Arne Jansen)
  3. Beyond the Bavarian Sky (Nils Wülker)
  4. Deep Dive (Nils Wülker)
  5. Nika’s Dream (Nils Wülker)
  6. Wanderlust (Nils Wülker)
  7. Intro (Arne Jansen)
  8. Hurt (Trent Reznor)
  9. Interlude (Nils Wülker)
  10. Let’s Go Out Tonight (Paul Gerard Buchanan)
  11. He Who Counts the Stars (Arne Jansen)
  12. Highline (Nils Wülker)
  13. Rays of Winter Sun (Nils Wülker)

Nils Wülker – trumpet & flugelhorn

Arne Jansen – electric & acoustic guitars

Produced by Nils Wülker

Recorded live in concert by Ingo Schmidt during the „Closer“ Tour in November 2023 and March 2024
Mixed by Nils Wülker at Ear Treat Studio, Munich, 2024
Mastered by Christoph Stickel, Vienna, 2024
Video: Nils Wülker & Arne Jansen „YaYaYa“ live at Prinzregententheater, Munich: https://youtu.be/UoShd7f84Z4

PRESSESTIMMEN

Nils Wülker

 

„Weltklasse-Jazz […] Ästhetik in Reinform“

Süddeutsche Zeitung, Andrian Kreye über CONTINUUM

 

 „Die Schönheit des Tons, die Perfektion der Diktion werden in Szene gesetzt von einem schier unversiegbaren Fluss melodischer Einfälle. Und jede Phrase klingt wie das Fragment eines eigenen Lieds. Bei Trompetern dieser Kultur wird gerne Chet Baker zum Vergleich herbeigerufen – aber mindestens mit seinem lichten Höhenregister hat Wülker dem großen Amerikaner auch einiges voraus “ 

Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

„Wülker Vorliebe für den perfekten Sound und das Schaffen ganz besonderer Atmosphären: mit seiner Trompete zeichnet der Echogewinner von 2013 weiche Linien, die nicht nur Balladen, sondern auch den schnelleren Stücken eine ganz besondere Tiefe verleihen.“

WDR 5, Album der Woche

 

„Der klanggeniale Trompeter und Ausnahmekomponist ist ein Meister der Konzentration, des Wesentlichen. Seine einfachen, allerdings nie simplen Melodien klingen weit über den Moment des Erschaffens und Erfassens hinaus, haben noch als Erfahrung Bestand und wirken so tief, wie es eben nur die Herz-, Hirn- und Bauch-Kunst der Musik vermag.“ 

Crescendo

 

 

„Der 38-jährige gilt seit seinem im Februar erschienen Album „Up“ als Jazzmusiker der Stunde“

DIE WELT

 

 

„Der in Hamburg lebende Nils Wülker ist nicht nur ein großartiger Trompeter, sondern auch Komponist kraftvoller und sehr gefühlvoller Jazz-Songs.“

Kulturspiegel

 

 

 

Ein großer Melodiker“

DIE ZEIT

 

 

 

„Deutsches Jazzwunder

Spiegel

 

 

 

„Nils Wülker ist authentisch und virtuos zugleich.“ 

Jazzthing

 

 

 

„Melodie, Spannung und Seele (…) Ausnahmetrompeter“ 

Münchner Abendzeitung

 

 

 

Wülker und seine Band gehören zum Besten, was Deutschland musikalisch zu bieten hat.”

SHZ

 

 

Nils Wülker in die Nähe weitaus bekannterer Stars wie Chet Baker und Miles Davis zu rücken wird seiner Musik nur zu gerecht. (…) Ein eigenständiger Jazzmusiker, der den internationalen Vergleich sicher nicht zu scheuen braucht. (…) Pures Kino für die Ohren.”

FOND FORUM